7 Charaktereigenschaften, die deinem Erfolg im Weg stehen

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Hast du dich schon einmal gefragt, ob es eine Sache gibt, die erfolgreiche Menschen gemeinsam haben?

Natürlich: Wir sind nicht perfekt. Wollen und sollen wir auch nicht sein. Dennoch gibt es Eigenschaften, die uns regelrecht behindern und wie schwere Steine im Wege liegen. Wie man diese umschifft und wie man lernt, damit umgehen zu können, verrät Mindset-Experte Philipp Nägele.

Das mit dem Perfektionismus ist ja so eine Sache. Es klingt fast ein wenig negativ und wird oft auch so empfunden. Schade eigentlich, denn die positiven Eigenschaften des Perfektionismus sind alles andere als schlecht: nach etwas zu streben, nicht aufzugeben und sich permanent zu verbessern, hartnäckig bleiben und vieles mehr. Es geht auch gar nicht darum, „perfekt“ zu sein, sondern sich den Eigenschaften, die den eigenen Erfolg womöglich behindern, bewusst zu werden. Wie das geht, weiß Philipp Nägele:

7 Charaktereigenschaften, die dich bremsen können

#1 Minderwertigkeitskomplex: 

Oh ja, irgendwie kennen wir diesen Aspekt doch alle. Selten sehen wir Menschen, die zu 100 Prozent von sich überzeugt sind und genauso nach außen treten. Was wäre, wenn wir uns bewusst machen, wo unsere Stärken liegen, diese auch einsetzen, und das bewusste Wissen darüber erschaffen, wie großartig wir eigentlich sind. Um sich selber ins rechte Licht zu rücken, ist es wichtig, die eigenen Stärken permanent vor Augen zu haben und sich selbst täglich Schulterklopfer zu geben für die guten Dinge und Taten des Tages.

#2 Verbissenheit: 

Wie auch der Perfektionismus zu viel für uns sein kann, so kann es auch die Verbissenheit sein. Wir müssen eine gewisse Leichtigkeit in uns tragen, um voranzukommen. Hilfreich hierbei ist, immer wieder das große Ganze zu sehen. Verbissenheit führt dazu, dass wir uns in Details verlieren und sprichwörtlich zu fokussiert sind. Den Überblick wieder zu behalten, ist hier elementar wichtig.

#3 Prokrastination: 

„...morgen fange ich ein neues Leben an. Und wenn nicht morgen, dann übermorgen, oder vielleicht erst irgendwann.“ Das beschreibt Prokrastination am besten. Einfach ausgedrückt: Wir schieben liebend gerne auf. Die effektivsten und erfolgreichsten Menschen tun die Dinge sofort. Auch wenn sie unliebsam sind. Der Vorteil: Leichtigkeit stellt sich sofort ein, wenn wir auch die unliebsamen Dinge gleich tun. Und: Wir schaffen viel mehr, als wir denken.

#4 Naivität: 

Diese Eigenschaft wird uns normalerweise nur in jungen Jahren zugeschrieben. Ohne kontinuierliches Reflektieren bleibt uns dieses Hindernis jedoch erhalten. Der Vorteil der Naivität ist die Offenheit, die damit einhergeht. Eine gute Sache. Es ist aber verständlich, dass wir aus den Erfahrungen lernen müssen. Ebenfalls wichtig: Wir müssen unsere Entscheidungen abgleichen und reflektieren, um daraus die richtigen Schlüsse für uns selbst zu ziehen.

#5 Sturheit: 

Auch hier kann zu viel davon schmerzhaft sein. Es zerstört Beziehungen und tötet viele Möglichkeiten des Lebens ab. Frag dich lieber: „Will ich recht haben, oder will ich glücklich sein?“ Entscheide dich, wenn möglich, des öfteren für das Glück anstatt auf das Recht zu pochen.

#6 Nachsicht: 

Menschen sind „Herdentiere“ und sozial. Es ist auch unsere Pflicht, auf das Gemeinwohl zu achten. Aber wann stellst du dich selbst in den Vordergrund? Wann sagst du mal „Nein“ und stehst damit mehr für dich selbst ein, anstatt für den anderen? Es braucht Balance in diesem Element. Die Erfahrung zeigt aber, dass wir eher nachsichtig sind, anstatt auf unser Bauchgefühl zu hören.

#7 Angst: 

Der größte Faktor der meist hinter allen Blockaden liegt, ist eindeutig die Angst. Sie kann vielfältig sein. Und sie kleidet sich gerne in fremden Kleidern. Wenn die Angst an die Zukunft gerichtet ist, dann müssen wir uns einmal eine Statistik vor Augen halten: Mehr als 95 Prozent unserer Zukunftssorgen treffen niemals ein! Sprich: Wir machen uns zu viele Gedanken darüber. Ist die Angst in die Vergangenheit gerichtet, müssen wir uns bewusst machen, dass die Situation vorbei ist. Ja, auch hier muss man reflektieren und daraus lernen. Der springende Punkt ist: Bleibe im Hier und Jetzt. Herrscht Lebensgefahr? Dann ist die Angst berechtigt. Aber tatsächlich sind die Säbelzahntiger der Vergangenheit – die uns damals das Leben kosten konnten – heute nicht mehr gefährlich. Der „böse“ Chef wird niemanden fressen. Und im Notfall gibt es einen Ausweg: einen neuen Job.

Von Daniela Ullrich